Die Eier-Lüge

„Das weiß ein jeder, wer´s auch sei, gesund und stärkend ist das Ei“

Hatte Wilhelm Busch also recht, als er diese Äußerung mal von sich gab?

Die Behauptung, zu viele Eier seien für die Gesundheit nicht von Vorteil, hält sich hartnäckig. Doch was ist tatsächlich dran am Cholesterin-Mythos? Wie viele Eier pro Woche sind okay und welche Gefahren verbergen sich hinter übermäßigen Eier-Verzehr?

Ob als Frühstücksei, Rührei zum Mittag, ob im Kuchen oder als Spiegelei am Abend – Eier sind aus dem Speiseplan kaum wegzudenken. Hartnäckig hält sich die weit verbreitete Behauptung, zu viele Eier seien ungesund und würden den Cholesterinspiegel in die Höhe treiben. Doch was ist tatsächlich dran an dieser Behauptung?

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt, nicht mehr als drei Eier pro Woche zu essen. Tatsache ist aber, dass ein gesunder Körper den Cholesterinspiegel unabhängig von der Höhe der Zufuhr konstant hält und damit der Eidotterverzehr keine große Rolle spielt. „Das Cholesterin im Eidotter beeinflusst die Cholesterinproduktion des Körpers wenig. Zu großen Teilen bildet der Körper meist selbst Cholesterin, vorwiegend in der Leber, in den Nebennieren und in den Dünndarmzellen. Denn der Körper braucht Cholesterin an vielen Stellen: etwa zur Bildung von Hormonen und beim Aufbau von unseren Zellwänden. Also unverzichtbar.

Doch nicht allein auf Grund des Cholesterins genießen Eier einen schlechten Ruf.  Kalorien, Dioxine und Salmonellen schrecken so manches Mal vom Verzehr ab.

Über all dem steht jedoch: Eier enthalten viele Vitamine, Mineralstoffe, Jod, wichtige Spurenelemente, hochwertiges Eiweiß und Lecithin, das unsere Gedächtnisleistung verbessert und die Nerven stärkt. Ein sehr wertvolles Lebensmittel also.

 Im vergangenen Jahr veröffentlichten Wissenschaftler im „BMJ Journal“ sogar eine Langzeitstudie, die besagte, dass der tägliche Eierkonsum positive Auswirkungen auf das Herz-Kreislauf-System hat.

Eier treiben den Cholesterinspiegel also nicht automatisch in die Höhe, einzige Voraussetzung: Sie haben keine rheumatischen Erkrankungen und keine Fettstoffwechselstörungen, die zu chronisch erhöhtem Cholesterinspiegel führen.

In diesem Sinne zu den Ostertagen: Lassen Sie sich das Ei gut schmecken.

Mit gesunden Grüßen Ihre Sabine Ortmann

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