Probiotische Nahrung als Antidepressiva?

„Den Einsatz von Probiotika als wichtiger Begleiter bei einer Antibiotika-Behandlung oder bei Autoimmun- und Hauterkrankungen oder bei Magen-Darm-Erkrankungen ist vielen bekannt“, verrät uns die Dipl. Ökotrophologin Sabine Ortmann. Auch ein wichtiger Zusammenhang zwischen Autismus, Alzheimer und Parkinson und einer gesunden Darmflora wird immer wieder vermutet. Aktuell befasst sich die Wissenschaft mit der Darm-Hirn-Achse, der „sogenannten“ Signalübertragung zwischen Darm und Hirn, denn viele „Darmpatienten“ leiden unter Schlaf- und Konzentrationsstörungen, Erschöpfung, sind leicht „reizbar“ und neigen zu Depressionen.

Weltweit wird die Zahl der Depressiven auf ca. 350 Millionen geschätzt. Da bereits Zusammenhänge zwischen unseren Darmbakterien, deren Stoffwechselprodukten und der Biochemie unseres Gehirnes stark vermutet werden, können probiotische Lebensmittel sehr gut dazu beitragen, unser Darmmilieu wieder ins Gleichgewicht zu bringen mit guten Mikroorganismen. Ein intaktes Darm-Mikrobiom ist also sehr entscheidend für unsere Gesundheit.

Was sind nun probiotische Lebensmittel, die uns aus einer gesundheitlichen Krise heraushelfen können? Nun, sogenannte probiotische Keime sind zum Beispiel Milchsäurebakterien oder Bifidobakterien, die wir neben Joghurt, Buttermilch, Kefir und frischem Sauerkraut auch in sauer eingelegtem Gemüse wie Rote Beete oder Gurken finden. Auch in Apfelessig, Kombucha oder fermentiertem Tee oder Kimchi werden wir fündig.

Wichtig sind auch sogenannte präbiotische Nahrungsmitteln, das sind sogenannte Ballaststoffe, die als „Futter“ für die gesunden Mikroorganismen im Darm hilfreich sein können. Präbiotika finden wir auch nur in bestimmten Nahrungsmitteln wie Hülsenfrüchten, Lauchgewächsen (Knoblauch, Porree, Zwiebeln), Haferflocken, Spargel, Chicorée, Schwarzwurzeln, Bananen u.a. Also nicht jedes Obst und Gemüse enthalten diese wichtigen Ballaststoffe.

Starten Sie gerne den Morgen mit Haferflocken in Kefir, dazu ein Schnapsglas Kombucha, dünsten Sie Ihr Gemüse zu Mittag immer mit Zwiebeln und Knoblauch an und verwenden Sie gerne Hülsenfrüchte, trinken Sie am Nachmittag einen fermentierten Tee, stellen Sie sich gerne sauer eingelegtes Gemüse zum Abendessen bereit und auch einen Salat , dann steht Ihrer Darmgesundheit so schnell nichts im Wege.

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